Marcello Pacifici

Marcello Pacifici

Alle meine schönsten Kindheitserinnerungen sind mit dem Radfahren verbunden. Sobald ich alt genug war, um die Nachmittage allein zu verbringen, begann ich, die Welt um mich herum mit dem Fahrrad zu erkunden. Ich fuhr Rennen mit Freunden, sprang mit meinem MTB über die Felsen, aß Schlamm im Park und träumte von Pantanis Bianchi, bevor ich ins Bett ging. Was für ein Leben!
Ein paar knappe Begegnungen mit LKWs und eine düstere Pubertät ließen mich das Radfahren auf Eis legen und führten mich zur Gitarre, die ich zehn Jahre lang professionell spielte und unterrichtete. Ich spiele immer noch Konzerte und komponiere ab und zu, aber es ist nicht mehr meine Hauptbeschäftigung.
Im Jahr 2018 bin ich von meiner Heimatstadt Roma nach Helsinki umgezogen. Die unglaubliche Natur, die die finnische Hauptstadt umgibt, die leichte Erreichbarkeit und die hervorragende Fahrradinfrastruktur haben mich wieder in das Radfahren verliebt. Während der ersten Monate, die ich hier verbrachte, nutzte ich Helsinkis Bike-Sharing, um die wunderbare Stadt kennen zu lernen und zu entdecken. Dann kaufte ich mir ein Cyclocross-Rad, das ich bald durch ein vielseitigeres Gravel-Bike ersetzte, und ein Singlespeed-Rad, um kurze Strecken zu pendeln. Ich fahre jeden Tag Rad, egal bei welchem Wetter.
Für mich bedeutet Radfahren Freiheit, Erkundung, Abenteuer und Fitness, ohne dass ich dabei wettbewerbsfähig bin, zumindest nicht mit mir selbst. In meinem Kopf kreisen ständig Tausende von Reiseideen, unzählige Melodien und fünf verschiedene Sprachen. Bei der Arbeit und im Alltag spreche ich Schwedisch und Finnisch, in meinem sozialen Umfeld Englisch und Spanisch und mit meiner Familie und alten Freunden Italienisch. Mein Kopf ist ein einziges Durcheinander!
Wenn ich auf dem Sattel sitze, drehen sich nur die Räder, die Kette und die Kurbeln meiner Fahrräder. Die Herzfrequenz und das Rauschen des Windes steigen, aber das Gehirn ist still, Radfahren ist meine Meditation.

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